Als in Luckenwalde Bücher brannten
Gedenkveranstaltung in der Stadtbibliothek Luckenwalde
„Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen”, hatte Heinrich Heine 1823 in der Tragödie „Almansor“ unheilvoll prophezeit. Ein Jahrhundert später sollten sich diese Worte auf furchtbare Weise bewahrheiten: am 7. April 1933 verbrannten Nationalsozialisten auf dem Luckenwalder Marktplatz Bücher jüdischer Autorinnen und Autoren. In Luckenwalde fand demnach eine der ersten Bücherverbrennungen nach Hitlers Machtergreifung – noch vor den von Nazi-Inszenierungen auf dem Berliner Opernplatz am 10. Mai 1933 – statt.
Wer waren die Schriftsteller, die den nationalsozialistischen Machthabern und ihren Helfershelfern als so gefährlich erschienen, dass ihre Bücher öffentlich verbrannt wurden und deren Namen ausgelöscht und vergessen werden sollten?
Es ist höchste Zeit, Autorennamen und ihre verbrannten Bücher ins Gedächtnis zu rufen. Mit Beiträgen, u.a. zu vier deutschsprachigen Schriftsteller*innen und ihren Lebensgeschichten, würdigen wir 90 Jahre später den verfemten Autorinnen und Autoren und erinnern an das noch heute unfassbare Ereignis zu Zeiten des Nationalsozialismus.
Zu der Gedenkveranstaltung am Freitag, 07. April 2023, 17:00 Uhr möchten wir Sie herzlich in die Bibliothek im Bahnhof einladen. Im Anschluss bitten wir zum gedanklichen Austausch. Dazu reichen wir Getränke und Brezeln.
Dürfen wir für Sie und Ihre Begleitung Plätze reservieren? Über eine Rückmeldung bis zum 02.04.2023 freuen wir uns: bibliothek@luckenwalde.de oder telefonisch unter 03371 403342.
Gern können Sie die Einladung an Interessierte weiterleiten.
Ihr Team der Stadtbibliothek Luckenwalde und Förderverein der Stadtbibliothek
Flyer zur Veranstaltung